Die schönsten Ecken Österreichs: was ein Ausflugstag braucht
Wer abseits der bekannten Namen unterwegs sein möchte, findet in fast jedem Tal ein Ziel, das nur regional bekannt ist. Genau dort lohnt der Weg oft am meisten.
Von West nach Ost
Dazwischen liegen die Hügellandschaften der Steiermark und Niederösterreichs, die landschaftlich oft unterschätzt werden.
Wer die Zonen einmal auseinanderhält, plant deutlich treffsicherer. Innerhalb einer Zone ähneln sich Anforderungen und Saison stark.
Wasser als Ausflugsziel
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Bergseen wie der Seebensee in Tirol liegen auf über 1.600 Metern und sind nur zu Fuß oder über eine Kombination aus Bahn und Wanderung erreichbar.
Wie man zum Ziel kommt
Mautstraßen führen zu manchen Ausgangspunkten. Die Gebühren sind nicht unerheblich und werden bei der Planung gern vergessen.
Das Bahnnetz erschließt die Haupttäler gut. In Seitentälern übernehmen Postbusse, die aber deutlich seltener fahren, teils nur wenige Male am Tag. Wer tiefer einsteigen will, findet eine Sammlung zu .
| Hohe Tauern | Salzburg, Tirol, Kärnten | Hochgebirge, größtes Schutzgebiet der Alpen |
| Neusiedler See | Burgenland | Steppensee und Schilfgürtel |
| Gesäuse | Steiermark | Fels und Wildfluss |
| Donau-Auen | Wien, Niederösterreich | Auwald an der Donau |
Vorbereitung, die zählt
Handyempfang ist in Seitentälern und Schluchten oft nicht vorhanden. Karten sollten offline verfügbar sein.
Die europaweite Notrufnummer 112 funktioniert auch ohne Empfang des eigenen Netzes, sofern irgendein Netz erreichbar ist.
Familienfreundliche Ausflüge
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Klammen sind für Kinder meist beeindruckend, mit Kinderwagen aber nicht befahrbar. Eine Trage ist die praktikable Lösung. Weiterlesen lässt sich unter .
Wo das Wasser die Landschaft prägt
Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern gehören zu den höchsten Europas und sind über einen ansteigenden Wasserfallweg erschlossen, der mehrere Aussichtspunkte verbindet.
- Wasserfälle im Frühsommer besuchen, dann ist die Wasserführung am stärksten
- Sprühnebel macht Wege dauerhaft rutschig
- Nach Starkregen können Uferwege gesperrt sein
- Flussradwege lassen sich gut in Etappen planen
Burgen, Klöster und Kulturorte
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Bergwerke und Schaustollen sind in der Steiermark, in Salzburg und in Oberösterreich erhalten und geben Einblick in die industrielle Vergangenheit.
Was im Winter zugänglich bleibt
Schneeschuhtouren erschließen Gelände abseits der Pisten, verlangen aber Kenntnis der Lawinenlage und entsprechende Ausrüstung.
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
Hütten als Ziel und Zwischenstation
Höhenmeter sind aussagekräftiger als Kilometer. Für den Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Schutzhütten der alpinen Vereine bieten Übernachtung, meist im Lager. Eine Reservierung ist in der Hauptsaison praktisch immer erforderlich.
Klammen und Schluchten
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele.
Die Donau bildet eine eigene Achse mit Weltkulturerbe-Landschaften wie der Wachau, die sich gut mit dem Rad erschließen lassen.
Ausreichend Wasser ist wichtiger als Verpflegung. Quellen sind nicht überall vorhanden und nicht überall trinkbar.
Worauf man achten sollte
Feuer ist außerhalb ausgewiesener Stellen fast überall verboten. In Trockenperioden gelten zusätzlich befristete Verbote.
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.
Budget für einen Tag im Gelände
Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.
Wandern selbst kostet nichts. Die Ausgaben entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr.
Die Landeshauptstädte im Vergleich
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Städtekarten mit Verkehrsmitteln und Eintritten rechnen sich ab etwa drei Besichtigungen pro Tag, darunter selten.
Die unbekannteren Plätze
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Marktbesuche richtig planen
In den Landeshauptstädten gibt es Markthallen mit fixen Öffnungszeiten, die auch bei schlechtem Wetter funktionieren.
Bauernmärkte verkaufen direkt vom Produzenten. Das ist teurer als im Supermarkt, dafür ist die Herkunft nachvollziehbar.
Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich
Was kostet ein Ausflugstag?
Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.
Gibt es Welterbestätten in Österreich?
Ja, mehrere. Dazu zählen unter anderem die Wachau an der Donau und Teile des Salzkammerguts.
Wo ist es am wenigsten überlaufen?
Eine Talstufe weiter oder in Seitentälern, bei landschaftlich vergleichbarem Angebot. Der Aufwand bei der Anreise ist meist etwas höher.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.

